Wachsender Fuhrpark und neue Richtlinien

CDU-Fraktion zu Gast bei der Fahrschule Braun

Die CDU-Fraktion Schlitz besuchte kürzlich die Fahrschule Braun, um sich über die aktuelle Situation des alteingesessenen Unternehmens auszutauschen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Inhaber Gorden Braun standen die räumlichen Grenzen des Betriebs sowie die möglichen Neuerungen durch die geplante Reform des Führerscheinerwerbs.

Gorden Braun stellt sein Unternehmen der Fraktion vorGorden Braun stellt sein Unternehmen der Fraktion vor

Zu Beginn des Besuchs gab Gorden Braun den Kommunalpolitikern einen Rückblick auf die Historie des Unternehmens. Die Fahrschule wurde am 1. Oktober 1988 von seinem Vater gegründet, der damals die ehemalige Fahrschule Siemon übernahm. Nach einem Standort in der Ringmauer Anfang der 90er Jahre zog der Betrieb im Jahr 2011 in die aktuellen Räumlichkeiten, die heute zwei Lehrsäle umfassen. Das Ausbildungsangebot reicht mittlerweile weit über den klassischen PKW-Führerschein hinaus. Mit einem umfangreichen Fuhrpark von 15 Motorrädern, zehn PKW samt Anhängern sowie LKW und Bussen ist das Unternehmen sehr breit aufgestellt. Seit 2009 besteht zudem ein Schulungsstandort im Bildungszentrum (BBZ) in Fulda, über den in Kooperation teilweise bundesweit Berufskraftfahrer und Gabelstaplerfahrer ausgebildet werden.

Trotz dieser beständigen Entwicklung sieht sich das Unternehmen mit personellen und infrastrukturellen Herausforderungen konfrontiert. Aktuell beschäftigt die Fahrschule drei Fahrlehrer, angestrebt wird jedoch eine Aufstockung auf wieder fünf Ausbilder. Ein drängendes Thema ist zudem die zunehmende Platznot. Sowohl bei der Unterbringung des großen Fuhrparks als auch in den Schulungsräumen stößt der Betrieb spürbar an seine Grenzen. Die Vertreter der CDU-Fraktion sicherten zu, hinsichtlich der Flächenfrage und der Suche nach einem neuen Gebäude den Austausch mit der Stadtverwaltung konstruktiv zu begleiten und an dem Thema dranzubleiben.

Ein weiterer zentraler Punkt des Besuchs war die geplante Reform des Führerscheinerwerbs, deren Ziel es ist, die Ausbildung künftig günstiger und moderner zu gestalten. Gorden Braun ordnete die oft geführte Diskussion über die hohen Kosten sachlich ein und erklärte, dass ein Hauptgrund darin liege, dass Fahrschüler heutzutage deutlich mehr Fahrstunden benötigen als noch in der Vergangenheit. Die genauen Maßnahmen zur Reform befinden sich derzeit noch in der politischen Beratung. Angedacht ist unter anderem, dass für den theoretischen Unterricht kein physischer Besuch einer Fahrschule mehr zwingend notwendig sein könnte. Für die Praxis wird diskutiert, ob Fahrkilometer künftig auch gemeinsam mit den Eltern gesammelt werden dürfen und ob der Einsatz von Fahrsimulatoren als Ergänzung grundsätzlich ermöglicht wird. Inhaber Gorden Braun machte zu den Plänen deutlich: „Trotz all dieser potenziellen Neuerungen in der Ausbildung werden die grundsätzlichen Anforderungen an die Prüflinge in vollem Umfang bestehen bleiben.“

CDU-Fraktion