Politischer Aschermittwoch im Hahnekiez
CDU-Schlitz setzt auf Klartext und „Koi-Humor“
Wo sonst Kultur und Geselligkeit zuhause sind, wurde es am Aschermittwoch politisch-deftig: Die CDU Schlitz lud in den gut gefüllten Kiezkeller im Kulturviertel Hahnekiez ein. Rund 50 Gäste folgten der Einladung zum traditionellen Heringsessen, das in diesem Jahr ganz im Zeichen des Endspurts zur Kommunalwahl stand.
Stadtverbandsvorsitzender Kevin Alles eröffnete den Abend mit einer pointierten Analyse des aktuellen Stadtgeschehens. Er erklärte bewusst den Verzicht auf einen großen Gastredner aus Berlin oder Wiesbaden: „Unsere Priorität liegt in den 16 Ortsteilen, nicht in den Ministerien. Wir machen Wahlkampf für die Menschen hier vor Ort“, so Alles. Wie es sich für eine Rede am Aschermittwoch gehört, wurde auch insbesondere in Richtung der politischen Mitbewerber ausgeteilt. Kevin Alles thematisierte die „Sichtbehinderung“ durch zugestellte Bauzaunbanner, die plötzlichen „Frühlingsgefühle“ der FDP zum Valentinstag und den Microplastikanteil der BLS an den Laternen des Schlitzerlandes.
Bürgermeister Heiko Siemon schlug in seinem Grußwort eine Brücke zwischen den aktuellen Ereignissen: Er verglich die Dynamik der Politik mit den Disziplinen von Olympia und der Ausgelassenheit des Faschings. Beides erfordere Ausdauer, Taktik und manchmal auch die Fähigkeit, über sich selbst zu lachen – Eigenschaften, die im aktuellen Rathausgeschehen unverzichtbar seien. Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler (MdL) lobte in ihrem Grußwort ausdrücklich die Schlagkraft der Schlitzer Christdemokraten. Besonders hob sie hervor, wie professionell der Wahlkampf sowohl analog als auch digital geführt werde. Dass die CDU Schlitz hier eine Vorreiterrolle einnehme, zeige die moderne Ausrichtung der Partei.
Spitzenkandidat Marius Kokel brachte die Gäste auf den aktuellen Stand der Wahlvorbereitungen und präsentierte die neuen Themenvideos der Partei. Er unterstrich die solide Finanzpolitik der CDU: Trotz zweier großer Investitionsprogramme für die Stadtentwicklung gelinge es, zeitgleich 150.000 Euro an Schulden zu tilgen. „Das ist seriöses Wirtschaften statt haltloser Schreckensszenarien, wie sie von der SPD gestreut werden“, so Kokel.
Das inoffizielle Highlight des Abends war der humoristische Auftritt von Heiko Siemon und Marius Kokel. In ihrem Sketch schlüpfte Kokel erneut in die Rolle von „Bauhofleiter Achim“, der während des Bürgermeister-Urlaubs auf dessen wertvolle Koi-Karpfen aufpassen sollte. Die skurrilen Berichte über die „Dienstaufsicht am Gartenteich“ sorgten für wahre Lachsalven und hielten das Publikum bei bester Laune.
Nach dem traditionellen Essen – Heringssalat mit Pellkartoffeln – klang der Abend erst spät aus. Bei kühlen Getränken und intensiven Gesprächen waren sich die Teilnehmer einig: Die CDU Schlitz geht mit Rückenwind, Geschlossenheit und einer gehörigen Portion Humor in die verbleibenden Wahlkampfwochen.
CDU-Stadtverband